AEG Schüler debattieren über den „vergessenen Kontinent“ Afrika auf der 7. Model United Nations Konferenz am Niederrhein

Am 11. März trafen sich ca. 100 Schüler verschiedener Schulen aus NRW auf Schloss Neersen in Willich, um als Delegierte der Vereinten Nationen Afrikas drängende Probleme und ihre Auswirkung auf die gesamte Welt zu diskutieren. Zu der englischsprachigen Model United Nations Lower Rhine Konferenz schickte das Albert-Einstein-Gymnasium unter der Leitung von Frau Rebecca Zündorf auch in diesem Jahr wieder eine Delegation von fünf Schülern aus der Oberstufe (Karen Auweiler, Annika Bumberger, Johannes Specht, Kristina Teci und Christiane Unkrig).

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Im Sicherheitsrat und drei weiteren Ausschüssen - für politische und wirtschaftliche Fragen, für soziale und humanitäre Fragen und für Umweltfragen - simulieren die Schüler bei dieser Konferenz Entscheidungsprozesse der Vereinten Nationen und lernen so parlamentarische Verfahrensweisen kennen. Die Konferenz wird inhaltlich von Schülern und Studenten vorbereitet, alle Sitzungen werden von Schülern geleitet, die speziell auf die Rolle als Vorsitzende vorbereitet wurden. So wird die Eigenverantwortlichkeit und Selbstständigkeit der Schülerinnen und Schüler gefördert. Verhandlungssprache während der gesamten Konferenz ist Englisch.
Der Sicherheitsrat erarbeitete diesmal beispielsweise eine Resolution zur Bekämpfung terroristischer Organisationen wie Boko-Haram und den Al-Shabaab Milizen, während im Ausschuss für soziale und humanitäre Fragen u.a. die Verbesserung der medizinischen Versorgung in Afrika verhandelt wurde. Zu diesem Thema hatten die Veranstalter als Eröffnungsredner Guy Noel Mouoffo aus der Republik Kamerun eingeladen, der als Vertreter von action medeor e.V. einen aufschlussreichen Einblick in die schlechte Versorgung der afrikanischen Staaten mit lebenswichtigen Medikamenten gab. In der Generalversammlung wurden am Ende des Konferenztages die Resolutionen aller Ausschüsse präsentiert und zur Abstimmung gestellt.
Zwischendurch mussten allerdings die laufenden Verhandlungen unterbrochen werden, und es wurde wegen einer inszenierten Krise eine außerordentliche Sitzung der Generalversammlung einberufen. Den Schüler-Delegierten wurde mitgeteilt ein Hilfskonvoi sei an der Grenze zwischen Sudan und Äthiopien gewaltsam aufgehalten worden. Dabei seien zwei Menschen getötet worden. Jetzt war schnelle, aber durchdachte und konstruktive Zusammenarbeit gefragt, um unter Zeitdruck Lösungen zu finden und eine Eskalation der Situation zu verhindern.
Der Überraschungsauftritt einer afrikanischen Trommelgruppe in der Mittagspause lockerte den langen Verhandlungstag auf und gab zumindest einen kleinen Eindruck von der reichen und vielfältigen Kultur des afrikanischen Kontinents.
Die AEG Schüler hatten großen Spaß an der Model United Nations Simulation. Obwohl vier der fünf Schüler zum ersten Mal dabei waren, nahmen alle aktiv an der Diskussion teil und trauten sich ihre Standpunkte und Vorschläge auch vor der Gruppe zu vertreten.

Das AEG dankt dem Förderverein der Schule herzlich für die finanzielle Unterstützung, die den Schülern solche besonderen Erlebnisse möglich macht.

Rebecca Zündorf, 15.03.2017

Gruppe4

Gruppe 4: Annika Bumberger Q1, Kristina Teci EF, Christiane Unkrig EF, Karen Auweiler EF, Johannes Specht Q1.

Gruppe5

Gruppe 5: Kristina Teci EF, Johannes Specht Q1, Annika Bumberger Q1, Karen Auweiler EF, Christiane Unkrig EF.