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Unsere zweitägige Reise begann um 6:45 am Siegburger Bahnhof. Der ICE brachte den LK-Sozialwissenschaften und zwei Mitschüler aus den SoWi Grundkursen über einen Umstieg in Köln nach Brüssel. Von dort war die Unterkunft fußläufig zu erreichen. Nach einer kurzen Verschnaufpause brachen wir zur Vertretung des Landes NRW bei der EU auf, wo noch zwei weitere Schülergruppen aus Dortmund und Recklinghausen zu uns stießen. Auf eine kurze Einleitung unserer Referenten der Europäischen Akademie NRW folgte der Marsch zum Europäischen Parlament. Nach überstandener Sicherheitskontrolle durften wir der Abgeordneten des Wahlkreises um Gelsenkirchen Gabriele Preuß einige Fragen stellen. Eine Besucherbetreuerin informierte in einem kurzen Vortrag über die Funktionen und die Rolle des Europäischen Parlaments und führte uns dann auf die Besuchertribüne des kleinen Plenarsaals.
Weiter ging es mit einer Rallye im Parlamentarium – einer interaktiven Ausstellung des EU Parlaments -, das auch im Europaviertel liegt, die wir mit Eifer und vermutlich in Bestzeit lösten. So reisten wir im Glauben, es gäbe etwas zu gewinnen mit Hochdruck durch die Geschichte der EU und beantworteten die Fragen, um am Ende leider enttäuscht zu werden. Den Abend ausklingen ließen wir neben einer typisch belgischen Frittenbude im Old Wild West Steak House. 
Am nächsten Morgen brachen wir für den Geschmack der Gruppe um einiges zu früh auf, um die ständige Vertretung der Bundesregierung zu besuchen. Dort lauschten wir einem Vortrag und uns wurde die Möglichkeit geschaffen, Fragen zu stellen oder den ggf. versäumten Schlaf der letzten Nacht nachzuholen. Nun folgte der wohl interessanteste Termin im europäischen Rat. Nach Passieren der vierten Sicherheitskontrolle durften wir in einem Tagungsraum des Europäischen Rates mit Jeremy Rand, einem EU-Beamten aus dem Vereinigten Königreich ins Gespräch kommen. Dieser beantwortete viele interessante Fragen und legte uns seine Sicht auf Europa und der europäischen Zukunft dar. Als letzte europäische Institution besuchten wir nach einer kurzen Mittagspause die Europäische Kommission. In einem kleinen Saal wurde wir über die Aufgaben und Rechte der Kommission aufgeklärt.
Der letzte Tag begann mit hektischem Packen der Koffer und dem Versuch das Frühstück ein zweites Mal zu genießen, um danach bequem im Bus sitzend die beruhigende Stimme des Stadtführers auf sich wirken zu lassen. Wir fuhren die Sehenswürdigkeiten der Stadt ab, die uns bisher vorenthalten geblieben waren. Unter anderem stiegen wir am Atomium oder dem Jubelpark aus und machten einige geschmackvolle Bilder.
Nach drei Stunden kehrten wir zurück in unsere Unterkunft und zogen als Gruppe Bilanz. Das Feedback viel gut aus. Ein Kritikpunkt war, dass die Vorträge sich passagenweise überschnitten und  zu wenige interaktive Programmpunkte eingeplant waren. Dann ging es mit dem ICE pünktlich zurück nach Siegburg.
Letztendlich lässt sich den folgenden Jahrgängen nur empfehlen in etwas größerer Zahl nach Brüssel zu fahren, da das, was es dort zu sehen gibt einen tiefen politischen Einblick in die EU gewährt und das eigene Demokratieverständnis weitet. Zudem ermöglicht es jedem politische und globale Prozesse besser einzuordnen.



Lenard Strahringer

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