Der erste USA-Austausch am Albert-Einstein-Gymnasium
 
Gruppenfoto Willkommensfeier
 
Viele Monate haben wir Ideen gesammelt, um unseren amerikanischen Austauschschülern eine möglichst unvergessliche Zeit zu bereiten und Deutschland von seiner schönsten Seite zu präsentieren.
Am 16.Juni 2019 war schließlich der lang ersehnte Tag, auf den wir alle so lange hingefiebert haben. 
Unsere amerikanischen Austauschschüler erreichten uns mit dem ICE in Siegburg und wurden dort von ihren Gastfamilien und vielen deutschen und amerikanischen Fähnchen empfangen.
Viele von uns hatten in den Wochen zuvor schon Kontakt über die sozialen Netzwerke zu den Amerikanern, wodurch unser erstes Aufeinandertreffen sofort sehr herzlich und entspannt war. Jedoch waren wir trotzdem alle sehr aufgeregt.
Dank der Unterstützung der Stadt Sankt Augustin wurde allen amerikanischen Austauschschülern ein Fahrticket überreicht, womit sie den öffentlichen Nahverkehr für die nächsten zwei Wochen nutzen konnten. Rückblickend betrachtet war dadurch vieles sehr viel einfacher und hat uns deutschen Schülern die Möglichkeit geboten, viele spontane Ausflüge und Treffen zu ermöglichen. Herzlichen Dank an die Stadt Sankt Augustin, die diese Tickets für die Gäste gesponsert hatte.
Durch den erwarteten Jetlag verbrachten die Austauschschüler ihren ersten Tag in den Gastfamilien, um sich von der langen Reise zu erholen und die neue deutsche Familie kennenzulernen.
 
Da einer der amerikanischer Schüler an diesem Tag Geburtstag hatte, verbrachten viele von uns den ersten Abend zusammen in der Rheinaue in Bonn und nutzten die Zeit, um sich bei einem Picknick kennenzulernen und den Amerikanern einen ersten Eindruck von unserer Region zu ermöglichen.
 
Am Montag startete nicht nur für uns, sondern auch für die Amerikaner  eine Schulwoche, in der sie ein ganz neues Schulsystem kennenlernten. Um sich in unserer Schule besser zurecht zu finden, fand am darauffolgenden Tag eine Schulrallye statt, in der die Amerikaner das erste mal auf sich gestellt waren.
Am späten Nachmittag organisierten wir eine Willkommensparty, zu der alle Eltern, Geschwister, viele unserer Lehrer sowie unser Direktor Herr Arndt und als  Vertreterin der Stadt Sankt Augustin, Frau Dedenbach eingeladen waren.
Die Feier wurde u.a. mit einer Präsentation der Amerikaner über das tägliche amerikanische Schulleben, sowie einer Präsentation der deutschen Schüler über unsere Region ausgestaltet. Es gab zudem ein vielfältiges und typisch deutsches Buffet, welches von Eltern und Schülern vorbereitet wurde. Der Abend war sehr erfolgreich und wir spielten Spiele und tauschten uns aus. Ein weiteres Highlight des Abends war der Auftritt unser eigenen Schulband, die viele bekannte Lieder präsentierte.
 
Am Mittwoch fuhren die Amerikaner mit ihren beiden Lehrern nach Bonn, um diverse Sehenswürdigkeiten zu besuchen, wobei natürlich auch ein Abstecher zu Beethovens Geburtshaus, sowie ein Besuch des Hofgartens nicht fehlen durfte.
 
Zum Abschluss der ersten Schulwoche fand am Freitag unser Gruppenausflug nach Köln statt. 
Wir nahmen an einer Führung durch den Kölner Dom und der dazugehörigen Schatzkammer teil, was auch durch die finanzielle Unterstützung der Stiftung der Kreissparkasse Köln möglich war.
Einige von uns ließen sich auch eine Turmbesteigung nicht entgehen. Wie erhofft, waren auch die Amerikaner von der tollen Aussicht überwältigt.  
Bevor wir eine Bootstour über den Rhein machten, stärkten sich viele von uns mit einer typisch deutschen „Spezialität“, der Currywurst, in einem der typisch kölschen Brauhäuser.
Als besonderen Abschluss des Tages und als Erinnerung an unsere tolle gemeinsame Zeit haben wir auch ein „Liebesschloss“ an das Geländer der Hohenzollernbrücke gehängt und den passenden Schlüssel in den Rhein geworfen.
 
Das Wochenende verbrachten wir gemeinsam, denn viele von uns besuchten am Samstag das weltbekannte Holi-Colours-Festival in Bonn, welches für unvergessliche Momente sorgte.
Für Sonntag war eine Wanderung zur Burg Eltz angesetzt. Nach einer längeren Wanderung durch das Eltztal nahmen wir auch dort an einer Führung durch die alten Gemäuer des 12. Jahrhunderts teil.
 
In der zweiten Woche besuchten die Amerikaner im Anschluss an ihren Aufenthalt im Labyrinth in der Rheinaue das Haribo-Outlet.
Um der anhaltenden Hitze zu entfliehen, sind wir am Dienstag nach der Schule in die Tropfsteinhöhle in Wiehl gefahren, die alle sehr beeindruckt hat.
Auch ein Besuch des Freibads war in den nächsten Tagen ein weiterer Programmpunkt unserer Gruppe.
 
 
Die Eindrücke der Wilkommensparty noch nicht vergessen, fanden wir uns am Donnerstag schon in unserer Abschiedsparty wieder. Auch hier kamen alle Familien zusammen, um ein letztes Mal gemeinsam Zeit zu verbringen.
Die Abschiedsparty fand in einer Grillhütte im Siebengebirge statt, in der die Familien uns nach einer sehr anstrengenden Wanderung empfingen und wir gemeinsam grillten.
 
Wir nutzten das letzte gemeinsame Treffen, um allen Schülern, sowohl den deutschen, als auch den amerikanischen, ein „Austausch T-Shirt“ zu überreichen, um der in den zwei Wochen entstandenen Gemeinschaft ein äußerliches Bild zu verleihen (Natürlich wird dieses T-Shirt uns auf dem Weg zum Gegenbesuch nach Pennsylvania begleiten).
 
Laut einigen Amerikanern fand an unserem letzten gemeinsamen Tag mit allen Schülern und Lehrern das Highlight der zwei Wochen statt: Ein Besuch im Phantasialand.
 
Das letzte Wochenende wurde von vielen Familien genutzt, um verschiedene Ausflüge mit ihrem Gastkind zu machen. Beispielsweise fuhren einige der Austauschschüler nach Aachen oder sogar nach Paris.
 
Am Montag den 01.Juli 2019 mussten wir uns schließlich von unseren neu gewonnenen Freunden verabschieden, denn diese hatten noch eine aufregende Woche in Salzburg und München vor sich. 
Es flossen viele Tränen, da wir über die zwei Wochen alle sehr eng zusammengewachsen sind und traurig über den Abschied waren. 
 
Nicht nur für die Amerikaner, sondern auch für uns Deutsche war der Austausch eine unvergessliche Zeit.
Wir freuen uns alle schon sehr auf das Wiedersehen im Oktober und viele von uns stehen auch nach der Abreise der Amerikaner, noch immer im engen Kontakt zueinander.
Maren Henseler
 
Gruppenfoto Abschiedsfeier