Am 02.12.2019, einem unserer pädagogischen Tage in diesem Jahr, war es endlich so weit und Herr Wolfgang Endres (bekannt für Bücher, wie z.B. „Die Endres Lernmethodik“, „Besser konzentrieren“, „So macht Lernen Spaß“ und eben das neue Buch, die „Resonanzpädagogik“) kam vom Studienhaus St. Blasien (https://www.endres.de/) an das AEG, um mit dem gesamten Kollegium eine sehr kurzweilige und spannende Fortbildung zum Thema „Resonanzpädagogik“ durchzuführen.

Herr Endres stellte sich selbst mithilfe einer Anekdote aus seinem Leben vor, die ganz typisch für seine Art Lernen zu verstehen ist und gleichzeitig den Beginn seiner Lerntrainerkarriere darstellt:
Als er als junger Lateinlehrer Spickzettel seiner Schüler fand, ärgerte ihn nicht nur die Tatsache, dass es sie gab, sondern, dass sie darüber hinaus auch noch falsch waren, so sehr, dass er eine „Spickzettel-AG“ ins Leben rief. Hier lernten die Schülerinnen und Schüler dann nicht nur das richtige Zusammenfassen und Wiedergeben von komprimierten Inhalten, sondern auch wie viel Spaß das Erstellen von eigenen Lernmaterialien machen kann. Gebraucht hätten sie nach der intensiven Vorbereitung den Spickzettel dann nicht mehr.

Das Thema bei uns war die Resonanzpädagogik. Das ist der Gedanke, dass der Lehrer den Lerngegenstand im Einklang mit dem Schüler unterrichtet. Im Optimalfall bereitet der Lehrer das Wissen auf, der Schüler lässt sich darauf ein und so geschieht der Lernprozess in gegenseitigem wertschätzendem Einvernehmen. Die Frage des Tages war nun: Wie erreicht man diesen Idealfall und wie schafft man es, dass die Schüler sich weder unter- noch zu sehr überfordert, aber schon herausgefordert fühlen und das dann eben auch noch alle?
Hierzu wurden anekdotenreich und mit jeder Menge Selbsterfahrungen alle wichtigen Bereiche des Lernens beleuchtet, vom Wahrnehmen eines Inhaltes, über die Verarbeitung des Wahrgenommenen bis hin zur konkreten Weiterarbeit damit. Dabei wurden auch die Themen kollegiale Zusammenarbeit und Nutzung der digitalen Medien (v.a. Smartphones) vertiefend besprochen.

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Erklärt und vermittelt wurde dieses Lehr-/Lernverständnis durch viele Lernspiele, Impulsreferate und natürlich die Gelegenheit zum kollegialen Austausch.

Das Ende des gemeinsamen Pädagogischen Ganztages bildete dann die abschließende Reflexion, bei der auch die letzten Fragen umfassend und mit sehr viel Liebe zum Detail beantwortet wurden.
Insgesamt eine wirklich gelungene Fortbildung, für die wir Herrn Endres herzlich danken.

Kerstin Waßenberg

 

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