Auf einem überdimensional großen Webrahmen (2 m X 2,5 m) weben wir ein Motiv, über das die Projektgruppe gemeinsam abstimmt – von Albert Einstein bis abstrakt ist alles möglich. Dazu verwenden wir allerdings keine herkömmlichen Garne, sondern alles, was die Recyclingtonne in den Wochen vor dem Projekt so hergegeben haben wird. Dazu eigenen sich Folien und Papiere ebenso gut wie in Streifen geschnittene Tetra-Packs oder Stoffreste. Neben dem Webmotiv erstellen wir eine Schautafel, auf der wir die verwendeten Materialien nebst der Zeit auflisten, die sie benötigen, um sich zu zersetzen. Damit zeigen wir eindrucksvoll, dass so manch ein Müll von heute, auch im Jahr 2222 noch nicht vollständig zersetzt sein wird.

In einem Vortreffen können wir uns bereits zum Motiv beraten und natürlich überlegen, welche Materialien wir bis Februar sammeln wollen.

Die Arbeiten „im Rahmen dieses Projekts“ sind vielfältig: Damit uns ausreichend Zeit für die Umsetzung bleibt, ist der Webrahmen zu Projektbeginn bereits vorbereitet.
In einem ersten Schritt wird das Motiv auf die Bespannung übertragen. Danach müssen die Materialien in einen „verwebbaren“ Zustand gebracht und vorbereitet, das Motiv gewebt und die Schautafel erstellt werden. Auf kleinen Webrahmen können zusätzliche Motive, Buchstaben, etc. entstehen, die wir später in das Großbild integrieren. Der Phantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt.

Mitmachen kann jeder, der jetzt Lust bekommen hat, an dieser „Botschaft“ mitzuarbeiten, die am Ende des Projekts im wahrsten Sinne des Wortes aus dem Rahmen fällt und als gestalterisches Wandelement eingesetzt werden kann.